Etappenbericht 7

Ursachenforschung und Teebaumöl am restlichen Tag der 6. Etappe 

auf jeden Topf passt ein Deckel oder es passt wie Arsch auf Eimer. Beides Sprichworte, die etwas über die Kompatiblilität aussagen. Mir ließ die Geschichte einfach keine Ruhe und deshalb betrieb ich Ursachenforschung. In meinem Fall passte mein Arsch wohl nicht auf einen Fizik Sattel. Denn das war der Grund für den Abszess… Ich besorgte mir Pappe, machte einen Abdruck meiner Sitzknochen und ermittelte den Abstand dazwischen. In Crespano ging ich auf die suche nach einem Bikeshop. Fehlanzeige. Was nu? Der Transalparzt konnte und vielleicht wollte er nicht richtig helfen. Er redete immer wieder was von Infektion. Also Selbst-OP – das nötige Besteck dazu gab er mit aber. Und wie ich bei einer Naturheilsendung auf Arte mal gelernt habe ist Teebaum-Öl das beste Desinfektionsmittel.

Was macht man mit einem Offday?

Die ersten paar Stunden am Tag der 7. Etappe verbrachte ich in einem Bikeshop von Rovereto mit Sattel testen. Ich glaube der Verkäufer ist an mir verzweifelt. Sattel anschrauben, Sattel abschrauben, bis die Wahl auf einen Selle Royal SLR viel. Denn der passte haargenau zu den technischen Angaben meines Hinterns und er verursachte am wenigsten Schmerzen. Das war am wichtigsten, denn ich wollte die 8. Etappe auf jeden Fall fahren.

Mir war langweilig. Was tun? Sattel war gekauft, das Lager für Christians Etappenankunft vorbereitet, Berichte und Bilder online. Da fiel mir ein, dass ich am Vorabend gesehen hatte, dass der Mechaniker vom SRAM Service noch bis 21 Uhr geschraubt hatte. Ich ging zu ihm und fragte ob er Unterstützung brauchen könnte. Er erwiderte: Wenn du Schrauben kannst? Ich: Klar! Er: Na dann mal ran.

imageSomit hatte ich für die 7 Etappe ein Mechaniker-Job beim TEXPA-SIMPLON Team / SRAM Service. Alfred, der Teammechaniker,  gehört zu der redseligen Sorte von Mensch – im positiven Sinne. Wir schnacken die ganze Zeit über die Teamräder und setzten die Räder der Teilnehmer in Stand. Einige Teilnehmer schauten uns über die Schultern und stellten Fragen in der Hoffung noch einen Profitipp zu erhaschen. Und wieder stellte ich fest, dass die Fahrradwelt ein Dorf ist. Alfred kannte einen unserer Bergamont Teamfahrer Andy Eyring gut. Ich lernte noch eine Menge Tricks und wir hatten eine Menge Spaß dabei. Unsere Tag endete um 19 uhr.

Zwischendurch besuchte mich Christian noch bei der „Arbeit“ und berichtete mir von der Etappe. Den Abend ließen wir mit Stuart und Christoph bei Rotwein, Pizza und der Vorauswahl der Miss Italia ausklingen.

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