Die Königs-Etappe (5)

Eigentlich wollte ich keinen Bericht zusammenfassen, aber diese Etappe war so spektakulär, dass ich doch einen kleine Bericht dazu schreibe.

3.100hm auf 70km verteilt. Das sägezahn Profil versprach nur beim Betrachten schon Leiden. Nach dem neutralisierten Start ging es auch gleich los. Meine Lieblingsanstiege von 20% hatten auch ihren Weg in diese Etappe gefunden. So ging es die ersten 30km im Schnitt 200hm hoch und wieder runter, hoch und wieder runter. Das hat uns beide Kraft und Nerven gekostet, denn nicht nur das Profil ist extrem anstrengend zu fahren, es kam auch noch dazu, dass man die Anstiege nicht fahren konnte. Entweder waren es Schottertrails oder Wurzeltrails. Also hieß es: Schieben! Am Ende der Etappe hatten wir ca. 5km geschoben. Das zermürbt einen ziemlich. Danach lief es gut. Christian hatte heute wieder gute Beine und meine waren es eigentlich auch.

Eigentlich – denn ein paar Kilometer nach der ersten Verpflegung bekam ich einen Einbruch und es ging nichts mehr. So etwas hatte ich noch nicht erlebt. Es war als würde mich jemand am Sattel festhalten. Teils konnte ich die Kurbel nicht mehr runterdrücken. Als Rettung sah ich die zweite Verpflegungsstelle, Pustekuchen! Leer ist leer. Also musste Christian seinen Job als Antreiber wieder aufnehmen. Der letzte Anstieg von 6km führte uns über eine alte Militärstraße. Sarkasmusmodus ein: Zu meinem Glück mit Gegenwind und auf schottrigem Untergrund: Sarkasmusmodus aus. Als Belohnung ging es 10km runter ins Ziel auf richtig geilen, oder wie der Veranstalter sagt, epischen und flowingen Trails. Nach 10km Grinsen hatte ich die Königs-Etappe mit allen Höhen und Tiefen gemeistert.

Bilder der Königsetappe

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